Buchrezension #135 Als die Zeit vom Himmel fiel von Mella Dumont

Buchrezension #135 Als die Zeit vom Himmel fiel von Mella Dumont

Tienna
erschienen am 24. September 2015
346 Seiten



Preis:


Taschenbuch € 12,90, Ebook € 3,99



Klappentext:


Während ihre Freunde die Welt bereisen oder studieren, arbeitet Karla an einer Tankstelle – ihre Vorstellung von einem entspannten Leben nach dem Abitur. Aber mit ihrer Ruhe ist es vorbei, als Karla nachts den Schalter schließt, weil sie glaubt, einen Überfall gesehen zu haben. Die Chefin ist stinksauer – und Karla kann ihr nicht erklären, dass sie eine Vision von einem Mann mit Waffe hatte. Schließlich stolpert Karla in Jakob, dessen selbstsichere Art sie fasziniert und gleichzeitig ein wenig ängstigt. Noch während sie versucht, die Wogen in ihrem kleinen Universum zu glätten, haben andere längst Pläne für sie gemacht. Denn durch ihre Fähigkeit, deren volle Tragweite Karla nicht erahnt, wird sie unendlich wertvoll … »Jeder Mensch kann zeitreisen.« Mella Dumont interpretiert das Thema auf ihre eigene unnachahmliche Art – im Spannungsfeld zwischen Romantik, Action und den Dimensionen der Zeit. »Als die Zeit vom Himmel fiel« ist ein in sich abgeschlossener Einzelband.



Meine Meinung:


Für alle, die sich jetzt über das Cover wundern: Ich habe noch eine ältere Version. Mittlerweile gibt es ein neues Cover.

Karla ist eine schüchterne, junge Frau, der es an Selbstbewusstsein mangelt. Karla hat Visionen von Dingen, die in unmittelbarer Zukunft passieren werden. Deswegen wirkt ihr Verhalten auf andere Menschen oft sehr eigenartig. Auch wenn sie manchmal aufgrund ihrer Visionen verängstigt und eingeschüchtert wirkt, hat sie ein sehr freundliches und angenehmes Wesen. Sie traut sich selbst überhaupt nichts zu und ist unsicher und naiv. Trotz ihrer positiven Eigenschaften bin ich mit Karla nicht so ganz warm geworden. Für mich hat sie sich dann auch viel zu schnell verändert. Außerdem erinnert die Protagonistin sehr an Lina aus Mella Dumonts Colors of Life-Reihe.

Jakob konnte ich anfangs nicht so ganz einschätzen. Er tritt als der geheimnisvolle Fremde auf, der alles im Griff hat. Er verbirgt etwas. Jakob ist der gutaussehende und reiche Protagonist und bedient damit jedes Klischee.

Die Liebesgeschichte konnte mich auch nicht so ganz überzeugen. Aber vielleicht lag das auch daran, dass ich mich mit beiden Protagonisten nicht so ganz anfreunden konnte. Karla hat sich zu schnell Hals über Kopf verliebt.

Die Geschichte wird aus Karlas Sicht in der dritten Person erzählt.
Mella Dumont schreibt leicht verständlich und sehr detailreich. Für mich waren das teilweise zu viele Details und meiner Meinung nach hat sich die Autorin auch zu viel in Kleinigkeiten verloren. Wenn der ganze Tagesablauf der Protagonistin genau beschrieben wird, bremst das die Spannung ziemlich aus.

Leider konnte die Autorin mit den Themen Aktienhandel und Kampfsport auch so gar nicht mein Interesse wecken.

Anfangs lag eine leichte Spannung über der Geschichte, weil ich noch nicht wusste, was es mit den Visionen auf sich hat. Das hat mich neugierig gemacht. Leider hat sich das Buch dann ziemlich gezogen. Die Autorin hat zwar einige überraschende Wendungen eingebaut, sodass die Geschichte zumindest abwechslungsreich blieb. Aber fesseln konnte sie mich mit ihrer Geschichte nicht.

Die Grundidee finde ich gut, aber die Umsetzung hat mich nicht überzeugt.



Fazit:


Gute Grundidee, schwache Umsetzung!



Ich gebe 3 von 5 Sternen.



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